Gemeinde Marpingen

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Blick vom Exelberg aus nach Marpingen, Foto: Gemeinde Marpingen




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Ortsteil Berschweiler

Einwohnerzahl: 1127 Einwohner
(Stand: 06/2008)

Fläche: 684 ha



Biberburg; Foto: Kernplan

Berschweiler ist die südlichste der drei Talsiedlungen des Alstals, zu denen auch Alsweiler und Marpingen zählen. Geologisch gesehen, gehört Berschweiler zum Lebach-Ottweiler-Bergland. Mit rund 1.200 Einwohnern und 684 ha Fläche ist er der kleinste der vier Gemeindebezirke. Die Entstehung des Dorfes muss lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1281 liegen, denn 1949 wurden bei einer Ausschachtung Teile einer Steinaxt aus der jüngeren Steinzeit gefunden. Von römischer Zeit zeugen gleich mehrere Funde, unter anderem Reste einer Villa. Auch soll in der unmittelbaren Umgebung von Berschweiler ein mit Kostbarkeiten beladener goldener Wagen vergraben sein.

Im Jahre 1993 begann der Naturschutzbund sich ernsthaft mit der Wiederansiedlung des Bibers im Saarland zu befassen. An der Ill bot sich die Möglichkeit, das Biotopschutzprojekt "Illrenaturierung" mit dem Artenschutzprojekt "Biberwiederansiedlung" zu einer idealen Symbiose zu verknüpfen. Nach Biberansiedlungen im Dezember 1994 und Oktober 1995 wurden im Frühjahr 1996 weitere sieben Biber von Sachsen-Anhalt ins Saarland umgesiedelt. Fünf davon fanden ihre neue Heimat in Berschweiler. Zwischenzeitlich hat sich bei den Bibern Nachwuchs eingestellt. Dies kann als sicheres Zeichen dafür gewertet werden, dass sich die Tiere in Berschweiler in ihren Bauten und Dämmen sehr wohl fühlen.
Berschweiler ist eine in bewaldetem Hügelgelände idyllisch gelegene und von Landwirtschaft geprägte Wohngemeinde mit bedeutsamen und gut erhaltenen alten Bauernhäusern und vielen schönen Bächen und Weiheranlagen. "Schönes Wohnen", "Erholung", "Gute Gastronomie", "Sich wohlfühlen" sind Schlagworte, die in diesem Gemeindebezirk groß geschrieben werden.

Quellen:
Homepage der Gemeinde Marpingen, aufgerufen unter: www.marpingen.de, Stand: 11.08.09.



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Ortsteil Alsweiler

Einwohnerzahl: 2208 Einwohner
(Stand: 06/2008)

Fläche: 924 ha



Hiwwelhaus: Foto: Gemeinde Marpingen

Alsweiler liegt im oberen Teil des Alsbachtales, das die natürliche Grenze zwischen dem Schaumbergland und dem Nahe-Blies-Bergland mit dem oberen Bliestal bildet. Mit rund 2.300 Einwohnern und einer Gemarkungsgröße von 924 ha ist er der zweitkleinste und zugleich nördlichste Ortsteil der Gemeinde Marpingen.

Auch Alsweiler muss lange vor dem 13. Jahrhundert entstanden sein, was unter anderem durch Funde aus keltischer Zeit belegt wird. In der Epoche der römischen Kolonisation kreuzten sich im Wareswald in unmittelbarer Nähe des heutigen Alsweiler zwei der vier wichtigsten Durchgangsstraßen jener Zeit. Zum einen die Straße von Metz nach Mainz, zum anderen die Verbindung von Trier nach Straßburg, die noch heute als "Rheinstraße" bezeichnet wird.

Eine besondere bau- und kulturgeschichtliche Sehenswürdigkeit Alsweilers ist das sogenannte "Hiwwelhaus" in unmittelbarer Nähe der Dorfkirche, das als älteste in seiner Ursprünglichkeit und Originalität noch erhaltene Bauernhaus des Saarlandes gilt. Die charakteristischen Bauteile und Einrichtungen des im Jahre 1712 erbauten Hauses geben einen einmaligen Einblick in die Besonderheiten der saarländischen Bauernhauskultur des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Gebäude ist heute teilweise als öffentliches Museum zugänglich und dient als Räumlichkeit für Veranstaltungen und Seminare.

Eine Sporthalle mit internationalen Maßen, ein Kunstrasen-Sportplatz sowie zahlreiche Wanderwege ermöglichen es dem Besucher, sich sportlich zu betätigen oder die schöne und farbenfrohe Natur zu erkunden. Bäche und idyllisch gelegene Weiher laden zur Entspannung und zum Genießen ein.

Quellen:
Homepage der Gemeinde Marpingen, aufgerufen unter: www.marpingen.de, Stand: 11.08.09.



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Ortsteil Urexweiler

Einwohnerzahl: 2861 Einwohner
(Stand: 06/2008)

Fläche: 1150 ha



Blick nach Urexweiler; Foto: Gemeinde Marpingen

Urexweiler ist der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde Marpingen mit knapp 3.100 Einwohnern und 1150 ha Fläche und wurde bereits in einer Festschrift 1952 als "die gastliche Gemeinde im südlichen Kreis St. Wendel mit tiefer Heimatverbundenheit" beschrieben. Scherze, Lust an Jux und Fopperei eines gewissen Herrn Johann Jakob Dörr brachte diesem Ortsteil den Zweitnamen "Hanjobshausen" ein, denn dieses Urexweiler Original wurde allgemein nur "Hanjob" genannt. Frohsinn mit Schalkhaftigkeit gewürzt ist auch heute noch eine der hervorstechendsten Eigenschaften der "Hanjobbe".

Die "gute alte Zeit" wird lebendig in dem im Mai 1996 eingeweihten Heimatmuseum, vor allem, wenn junge Menschen mit älteren ins Gespräch kommen. Hier werden mehr als 600 registrierte Gegenstände aus alter Zeit und ihre Funktionsweise aufbewahrt und können bestaunt werden.

Aber auch diejenigen, die Ruhe und Erholung suchen, kommen in Urexweiler auf ihre Kosten: Das Naherholungsgebiet "Im Brühl" mit Mehrzweckhalle, Hallenbad, Kinderspielplatz und verschiedenen Sportanlagen lädt zum Verweilen und zu aktiver Entspannung ein. Und mit dem neu konzipierten Gesundheitszentrum "Im Brühl" verfügt der Ort über eine sehr gute medizinische Versorgung.

In Urexweiler findet regelmäßig seit 1980 am ersten Wochenende im September das mit mehr als 20.000 Besuchern größte Dorffest im nördlichen Saarland statt. Dort wird neben vielerlei Leckereien eine kulinarische Spezialität angeboten, der die Urexweiler ihren zweiten - aber nicht minder bekannten - Spitznamen verdanken: die "Exweller Waffel".

Eine schöne Landschaft, intakte Natur, schutzwürdige Biotope, eine interessante Vogelwelt und vieles mehr laden ein, das Urexweiler Land über die gut ausgebauten Wander- und Radwege entweder mit dem Fahrrad oder auf Schusters Rappen zu erkunden.

Quellen:
Homepage der Gemeinde Marpingen, aufgerufen unter: www.marpingen.de, Stand: 11.08.09.



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Ortsteil Marpingen

Einwohnerzahl: 4835 Einwohner
(Stand: 06/2008)

Fläche: 1260 ha



Marienverherungsstätte; Quelle: Gemeinde Marpingen

Marpingen ist mit rund 4.900 Einwohnern und 12,60 qkm Fläche der größte Ortsteil der Gemeinde. Hier befindet sich auch das Rathaus mit Sitz der Verwaltung, ein modernes Schulzentrum mit Grund- und Gesamtschule sowie eine Sporthalle mit internationalen Maßen. Ferner ist im "Tal der Jugend" der katholische Kindergarten und -hort "St. Michael" beheimatet, der zusammen mit dem Kommunalen Kindergarten und den Kindergärten bzw. Kinderhorten der übrigen Gemeindebezirke den Bedarf an Betreuungsplätzen abdeckt.

Durch die Umgestaltung des Ortskerns von Marpingen zu einem Geschäftszentrum und der Neuanlegung des Marktplatzes hat die Ortsmitte ein neues Bild mit repräsentativen Gebäuden erhalten. Eines der Beispiele hierfür ist die "Residenz zur alten Mühle", ein modernes Dienstleistungszentrum der Seniorenhilfe. Direkt daneben befindet sich das Kulturzentrum "Alte Mühle". Die "Alte Mühle" wird u.a. als Museum genutzt und zeigt eine bunt gemischte Ausstellung historischer Gegenstände des alltäglichen Bedarfs aus Heim und Beruf unserer Vorfahren.

Wahrzeichen von Marpingen ist die im gotischen Stil 1902/03 erbaute Pfarrkirche "Maria Himmelfahrt". Sie befindet sich auf dem Kirchberg, einem markanten Standort, und fügt sich mit ihrem 35 m hohen Turm in das Landschafts- und Ortsbild einzigartig ein. Vom ganzen Dorf wurde diese Kirche, angefangen im Jahre 1896, errichtet; die Bausteine hierzu stammen aus dem örtlichen Steinbruch.

Spuren aus keltischer und römischer Zeit sind in Marpingen eigentlich überall anzutreffen. So findet man beispielsweise auf den Höhenzügen rund um Marpingen vielerorts keltische Hügelgräber. Dr. Michael Glaser hat über derartige Funde zwei wissenschaftliche Abhandlungen mit den Titeln "Archäologische Funde und Fundstellen in der Gemeinde Marpingen" und "Archäologische Erkundungen im Saarland" veröffentlicht, die u.a. bei der Gemeindeverwaltung erhältlich sind.

Weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus bekannt ist Marpingen auch durch seinen Segelflugplatz, der als Landesleistungszentrum mit Bundesnutzung eingerichtet ist. Landschaftlich herrlich und thermisch günstig auf einem Bergrücken gegenüber einem der Wahrzeichen des Saarlandes, dem Schaumberg, gelegen, treffen sich hier regelmäßig nationale und internationale Größen des Segelflugsports zum Training und Wettbewerb.

Quellen:
Homepage der Gemeinde Marpingen, aufgerufen unter: www.marpingen.de, Stand: 11.08.09.