Was ist ein ILEK ?

ilek_illtal_endbericht_S1_red

pdf_small ILEK Illtal

Die Abkürzung ILEK steht für „Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept" - ein Bestandteil des Förderspektrums zur Entwicklung der ländlich geprägten Strukturräume in Deutschland - als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume. ILEK sind Instrumente zur Stärkung des ländlichen Raumes.

Ein ILEK ist
  • Grundlage eines regionalen Entwicklungsprozesses

  • Konzeptionelle Strategie für die mittelfristige Entwicklung einer Region

  • Basis der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in der Konkurrenz um Einwohner und Wirtschaftskraft

  • Basis für Wertschöpfung durch gezielte Maßnahmenpakete

Der räumliche Umgriff von ILEK-Regionen erstreckt sich über mehrere Kommunen, die entweder komplett oder alternativ nur mit einigen Gemeindebezirken beteiligt sein können. Eine ILEK-Region sollte in dünnbesiedelten Gebieten mindestens 30.000 Einwohner umfassen, in den anderen Gebieten mehr als 50.000 Einwohner haben, damit in der Umsetzungsphase des erstellten ILEK ein Regionalmanagement gefördert werden kann.

Im Rahmen des ILEK werden unter Regie der beteiligten Kommunen und unter aktiver Mitwirkung der Bürger, Vereine, Verbände, Verwaltungen, der Landwirtschaft und anderer Akteure im ländlichen Raum Projekte für das Zusammenwachsen der Region erarbeitet.

Schwerpunkte sind dabei die Förderung der intra- und interkommunalen Zusammenarbeit sowie die Ausprägung einer regionalen Identität.

Mit der Erarbeitung der integrierten Konzepte bieten sich den Kommunen auch finanzielle Vorteile, da sich in ILEK-Regionen die Förderhöhe für Maßnahmen der Dorfentwicklung um zehn Prozent erhöht.

Im Saarland wurden bislang folgende ILEK aufgestellt: für die Region Saargau, für die Region Bliesgau, für die Region Saar-Obermosel, für die Region SaarPrimsBogen und für die Region Hochwald. Das Konzept für die Region Illtal wurde 2008 abgeschlossen.

Ziele des ILEK


  • Stärkung der regionalen Identität

Das ILEK soll dazu beitragen, ein Bewusstsein der Bewohner füreinander zu stärken, Gemeinsamkeiten zu fördern und als Basis einer erfolgreichen Kooperation in der Region zu entwickeln.

  • Stärkung der Gesamtregion

Über den konzentrierten Ausbau der Stärken der Region sowie deren regionale Vernetzung soll die Region Illtal als Einheit gestärkt werden. Die einzelnen Potenziale der beteiligten Gemeinden können im Verbund besser vermarktet und somit eine gesteigerte Wertschöpfung erzielt werden. Diese Attraktivitätssteigerungen sollen sich gleichermaßen positiv auswirken auf Einheimische wie auch auf Touristen oder Ansiedlungsinteressierte.
  • Maßnahmen zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung

Hier ist neben dem Engagement der Kommunen vor allem auch die private Initiative gefordert, um mit Produkten und Angeboten die Kaufkraft in der Region zu halten.

Fördergrundlage des ILEK


Fördergrundlage sind die "Grundsätze für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung" nach dem "GAK-Rahmenplan (2005 - 2008)"

Was ist förderfähig?

  • Erarbeitung integrierter ländlicher Entwicklungskonzepte mit einer speziell auf die Region zugeschnittenen Entwicklungsstrategie

  • Regionalmanagement zur Initiierung, Organisation und Umsetzung der Entwicklungsstrategien

  • Konzeptionelle Maßnahmen und Projekte zur Umsetzung des ILEK